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Längengrad

In ihrem Buch "Längengrad" beschreiben Dava Sobel und Wiliam J. H. Andrews die Lösung eines grossen wissenschaftlichen Problems im 18. Jahrhundert.



Im Jahr 1714 hatte das englische Parlament eine Belohnung für denjenigen ausgesetzt, der eine Methode zur Bestimmung des Längengrades auf See erfand. Man stelle sich das vor. Die Bestimmung der Breite, also zwischen Nord und Süd war mit dem Sextanten schon lange gelöst. Die Länge, also die Position in Ost-West-Richtung konnte aber nicht bestimmt werden.
Dieses Problem kostete hunderte Seeleute das Leben, wenn z. B. der Kapitän vermutete es seien noch zig Meilen bis zum Eingang des Ärmelkanals und schwupp lief das Schiff im Nebel auf Grund und sank. Es geht in diesem Buch also nicht um ein theoretisches, sondern um ein sehr reales Problem.

Die allermeisten Wissenschaftler der damaligen Zeit glaubten, das Problem mit den Methoden der Astronomie lösen zu können. Der schottische Uhrmacher John Harrison dagegen war überzeugt, eine Uhr bauen zu können, die genau genug ging, um die Aufgabe zu lösen. Wenn man z. B. weiss auf welcher Breite man sich befindet, und weiss um welche Zeit auf dieser Breite an einem bestimmten Datum die Sonne aufgeht. Dann kann man durch genaue Messung der Zeitverschiebung die Länge der aktuellen Position bestimmen. Jeder, der schon mal einen Jetlag hatte, weiss das.

Die Sache mit der Uhr ist nur, dass sie sehr genau gehen muss, und das bei Seegang und widrigen klimatischen Bedingungen. Obwohl Harrison all diese Probleme löste, musste er als Aussenseiter fast 40 Jahre um die Anerkennung seiner Lösung kämpfen.

Ich empfehle auf jeden Fall die illustrierte Ausgabe des Buches, da sie die geniale Technik verdeutlicht, Lösungen veranschaulicht und - nicht zuletzt - mancher Figur, die in der Geschichte eine Rolle spielt, ein Gesicht verleiht.


 

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